925 Ergebnisse

Die Wirtschaftswissenschaften stehen zu Beginn des 21. Jahrhunderts an einem Scheideweg. Mehr denn je stellt sich die Frage danach, was eine zeitgemäße Ökonomik leisten kann und will - und warum das bisweilen ziemlich an die Substanz geht
2017
Level: mittel
Kritik der grotesken Vernunft
Es ist immer noch zweifelhaft, ob Ökonom*innen mit ihrem Instrumentarium die nächste Wirtschaftskrise vorhersagen können. Als erster Grund ist dafür der nicht-systemische Status von Krisen in Mainstream-Theorien zu nennen. Zweifelsohne entwickeln empirisch arbeitende Makroökonomen Warn-Indikatoren für Finanzkrisen (Schularick und Taylor 2012), es gibt auch makroökonomsiche Modelle, die Krisendynamiken aufgreifen (Kumhof et al. 2015) und Debatten im Mainstream der VWL über den richtigen Umgang mit der Mathematik (Romer ABC).
2018
Level: leicht
Stickeraktion: Wann kommt die nächste Krise, Herr Professor*?
Über kollektive Arbeitszeitverkürzung wird derzeit kontrovers diskutiert – wir haben einen Wegweiser zusammengestellt, der einen Überblick über das Thema geben soll.
2024
Level: leicht
Wegweiser Arbeitszeitverkürzung
Der Klimawandel – beziehungsweise die Emission von Treibhausgasen – hat gegenläufige Effekte auf die gesellschaftliche Wohlfahrt. Einerseits emittieren wir Treibhausgase, um Wohlfahrt stiftende Aktivitäten auszuüben (Mobilität, Ernährung, Wärmeerzeugung etc.). Andererseits verändert die zunehmende THG- Konzentration klimatische Systeme, wodurch die Wohlfahrt der in der Zukunft lebenden Menschen beeinträchtigt wird. Klimaökonom*innen gehen der Herausforderung nach, die beiden Effekte zu quantifizieren und zu bestimmen, wie viele Treibhausgase zu welchem Zeitpunkt in der Zukunft emittiert werden sollten, damit die gesellschaftliche Wohlfahrt über mehrere Generationen hinweg maximiert wird.
2020
Level: leicht
Was eine moderne Klimaökonomik berücksichtigen sollte
In aufgeheizten Zeiten mit noch aufgeheizteren Debatten lohnt es sich manchmal, einen Schritt zurückzutreten, um die Dinge grundsätzlich zu betrachten und nüchtern zu analysieren. Wenn man das bei dem seit November andauernden Streit über die Haushaltspolitik der Bundesregierung tut, kommt man zu einigen spannenden Erkenntnissen, erklären Jonas Plattner und Chiara Rohlfs in der Agora42 Kolumne.
2024
Level: leicht
Gestärkte Schuldenbremse?
Der Politologe Ingo Stützle bemüht sich um eine marxistische Kritik an der Modern Monetary Theory. Zwar stellt er einige valide Kritikpunkt heraus – etwa die mangelnde Berücksichtigung von Machtverhältnissen. Doch ist seine Gegendarstellung kaum weniger machtblind. Eine Kritik von Malte Kornfeld.
2024
Level: mittel
MMT-Kritik unter Vorbehalt
Das Dossier stellt einen guten, anschaulichen Überblick des Wirtschaftswachstums aus "marxistischer Brille" dar.
2020
Level: mittel
Wirtschaftswachstum aus marxistischer Perspektive
Nach einer Einführung in die verschiedenen Problemfelder des Konsumguts Kleidung werden Verbesserungsmöglichkeiten aufgezeigt, die jede Einzelperson in ihrem Konsumverhalten bewirken kann und welche Veränderungen auf politischer Ebene und Produktionsseite notwendig sind.
Level: leicht
Nachhaltigkeitsprobleme von globalen Wirtschaftsketten am Beispiel Kleidung
Unter der Fragestellung "Wie weiter mit ...?" werden die Werke von acht der wichtigsten Geistes- und Gesellschaftswissenschaftler des 19. und 20. Jahrhunderts neu und wieder gelesen. Können, sollen oder müssen wir deren Blick auf soziale Fragen und Probleme heute noch teilen? Karl Marx ist heute der weltweit am meisten gelesene Klassiker.
2016
Level: mittel
Wie weiter mit Karl Marx?
"Demokratien im inszenierten Standortwettbewerb" diskutiert die Voraussetzungen und Folgen des Standortwettbewerbs von Grund auf.
2021
Level: mittel
Demokratien im inszenierten Standortwettbewerb
"Es ist mir egal, wer die Gesetze einer Nation schreibt – solange ich ihre Volkswirtschaftslehrbücher schreiben kann." Der Ausspruch des Ökonomie-Nobelpreisträgers und Lehrbuchautors Paul A. Samuelson gilt als symptomatisch für den Einfluss von Ökonom_innen in der modernen Gesellschaft und für den Allgemeingültigkeitsanspruch ihrer Theorien.
2016
Level: mittel
Wirtschaft neu denken
Während man sich über die Bedeutung des Wissens in der heutigen Gesellschaft einig ist und sogar von Wissensgesellschaft spricht, zeichnen sich die Antworten zur Frage, was Wissen eigentlich ist, mehr durch Divergenz statt Konvergenz aus. Dies gilt insbesondere für ökonomisches Wissen.
2014
Level: mittel
Wissen! Welches Wissen? Zu Wahrheit, Theorien und Glauben sowie ökonomischen Theorien
Seit mehr als 15 Jahren ist „Globalisierung“ ein weithin bekannter, vielseitig zu diskutierender Begriff. Im angelsächsischen Raum beschäftigt sich vor allem die Forschungsdisziplin der Internationalen Politischen Ökonomie (IPÖ) mit den einhergehenden Strukturveränderungen des Kapitalismus.
2009
Level: mittel
Globalisierung, Macht und Hegemonie
In ihrer jüngsten Zuspitzung hat die Finanzkrise zu einer Sklerose politischer Entscheidungsprozesse, zu einer regelrechten Krise des Regierens geführt: Von den hektischen Verhandlungen über die Rettung von Lehman Brothers im September 2008 bis zu den Diktaten europäischer Krisenpolitik haben Expertenkomitees, improvisierte Gremien oder : roikas9 die Regierungsgeschäfte übernommen und wurden ausschließlich durch außerordentliche Ereignisse und Ausnahmefälle legitimiert.
2015
Level: mittel
Der Souveränitätseffekt
Wie werden demokratische Übergänge zu einem Leben und Wirtschaften möglich, deren Qualität und Stabilität nicht vom permanenten ökonomischen Wachstum abhängen? Reicht dafür eine Bottom-up-Strategie? Reichen all die Non-profit-Unternehmen, Tauschläden und Kulturen des Selbermachens als Keime einer im Entstehen begriffenen Postwachstumsökonomie und -gesellschaft?
2017
Level: mittel
Postwachstumspolitiken
Das vorliegende Lehrbuch für die Bachelor Ausbildung in Betriebswirtschaftslehre und Wirtschaftswissenschaften vollzieht die Abkehr von den Planungsschulen des Strategischen Managements Es trägt den Titel Unternehmensstrategien weil vielfältige Antworten auf die unternehmenspolitischen Herausforderungen gesucht und gefunden werden müssen Die Theorie und Praxis des Strategischen Managements wird mit Blick auf die Geschichte …
2006
Level: mittel
Unternehmensstrategien
Was fuer ein Jahr! Auch 2023 gab es viele neue wirtschaftspolitische Debatten und Veröffentlichungen, die wir gemeinsam mit Euch Revue passieren lassen würden. Im Anhang findet ihr deshalb eine chronologische Übersicht zentraler Veröffentlichungen, die wir Euch empfehlen.
2023
Level: leicht
Jahresrückblick: Content Fundstücke 2023
Die alten kapitalistischen Zentren, aber auch die großen Schwellenländer befinden sich inmitten eines epochalen Umbruchs. Politikansätze, die das Problem der Klimaungerechtigkeit ignorieren, werden heftige Widerstände gegen die sozial-ökologische Transformation auslösen. Ein Beitrag von Klaus Dörre.
2023
Level: leicht
Antworten auf die Zangenkrise
Der Fokus der Neoklassik liegt auf dem Umgang mit knappen Ressourcen. Analysen beschäftigen sich mit der effizienten Allokation von Ressourcen, um den Wohlstand zu vermehren.
Neoklassik
Der Fokus der Ökologischen Ökonomik ergibt sich aus der Einsicht, dass wirtschaftliche Aktivität mit absoluten Grenzen konfrontiert ist. Somit werden Wechselwirkungen zwischen Wirtschaft, Gesellschaft und natürlicher Umwelt analysiert, mit dem Ziel einer Transformation hin zu (mehr) Nachhaltigkeit.
Ökologische Ökonomik
Silke Helfrich – Herausgeberin des Buches „Commons – Für eine neue Politik jenseits von Markt und Staat“ – legt das Konzept der Commons dar: die gemeinschaftliche Nutzung und Organisation von Gütern und Ressourcen. Zum einen erläutert sie, warum Commons nicht nur als Güter, sondern als soziale Praxis gefasst werden können und verweist zum anderen auf Beispiele aus der Praxis, insbesondere aus Lateinamerika.
2012
Level: leicht
Silke Helfrich, Commons
Wallerstein erklärt seine Sicht auf das mögliche Ende des Kapitalismus, wie wir ihn kennen. Dabei geht er auch auf die zukünftige Stellung der USA in den Internationalen Beziehungen ein. Mittels der Darstellung seiner Weltsystem-Theorie erfahren wir, warum wir alle kleine Schmetterlinge sind.
2015
Level: leicht
Die globale Systemkrise und der Kampf um eine postkapitalistische Welt
Saskia Sassen gibt in diesem Interview einen sehr guten Einblick in die Probleme von land grabbing. Darüber hinaus geht sie auf weitere aktuelle Probleme des Kapitalismus ein und erläutert dabei unter anderem ihr Konzept der Verdrängung.
2013
Level: leicht
Die Logik der Vertreibung: Finanzkrise, Land Grabbing und Totalüberwachung
Friederike Habermann präsentiert kollektive Projekte und Gegenbewegungen, die sich, u.a. in Reaktion auf ökonomische Krisen, dem kapitalistischen Produktionsprozess entziehen und erläutert, welches transformative Potential solche Projekten tragen. Ein besonderer Fokus des Vortrags liegt auf dem Konzept der Commons und sozialen Bewegungen in Lateinamerika. Zudem erläutert sie Herausforderungen solcher „Halbinseln gegen den Strom“.
2016
Level: leicht
Alternativen zu Krisen und Kapitalismus?
Neben alten und aktuellen Diskursen der Feministischen Ökonomik stellt Adelheid Biesecker deren Kritik am Ökonomischen Mainstream vor: das Denken in Dualismen und den Ausschluss von sozialer und ökologischer Reproduktion aus der Ökonomie. Dabei geht sie auch auf das Wissenschaftsverständnis feministischer Ökonominnen ein und erläutert unterschiedliche Bedeutungen von Gender in der Ökonomie. Aufbauend auf ihren Analysen stellt Biesecker Überlegungen zur Ausgestaltung einer zukunftsfähigen Wirtschaftsordnung und Konzepte wie Vorsorgendes Wirtschaften vor. Ein Fokus des Vortrags liegt auf dem Arbeitsbegriff und Care.
2015
Level: mittel
Feministische Ökonomik
Walter Ötsch stellt die Ergebnisse einer Netzwerkanalyse eines Datensatzes zu Deutschen ordoliberalen Ökonomen in der Nachkriegszeit vor. Um die Daten zu interpretieren, verwendet er die Netzwerktheorie von Bruno Latour und kontextualisiert die Verbindungen der Personen im Netzwerk mit historischen Daten. Die Interpretation der Daten legt nahe, dass schon vor dem Zweiten Weltkrieg, aber insbesondere danach, Ordoliberale enge Verbindungen mit politischen und unternehmerischen Akteuren sowie Akademikern der Neoklassischen und Österreichischen Tradition hatte. Diese Netzwerke hatten auch eine internationale Dimension. Laut Ötsch hielt diese Netzwerke der gemeinsame Gegenpol zur Keynesianischen Theorie zusammen sowie ihre binäre Interpretation des Markt-Staat Verhältnisses.
2015
Level: leicht
Marktradikalismus als politische Ökonomie - Das Beispiel der Ordoliberalen
Anne-Kathrin Krug gibt eine Einführung in die marxistische Analyse der kapitalistischen Produktion und erläutert dabei Begriffe wie Arbeit, Ware oder Wert. Anschließend erläutert sie Marx Krisenzyklustheorie. Dabei stellt sie den Fall der Profitrate als mögliche Erklärung von Krisen dar, zeigt aber auch, dass es gegenläufige Tendenzen gibt. Weiter Themen des Vortrages sind Unterkonsumption und Möglichkeiten von Krisen (Produktions-, Handelskrisen und Geldkrisen).
2015
Level: leicht
Marxsche Krisentheorie
Im Vortrag „Finanzkapitalismus in der Krise? Das Verhältnis von Finanzialisierung und Euro", präsentiert Christoph Scherrer eine übersichtliche Genese der Finanzialisierung, mit besonderem Augenmerk auf der Rolle des Einheitlichen Währungsraumes. Der Vortrag ermöglicht dabei ein Verständnis zentraler Begriffe wie Finanzialisierung oder Finanzkapitalismus sowie der Rolle von beispielsweise Deregulierungen. Zudem stellt Scherrer die Frage, ob Finanzialisierung begrenzt werden kann und präsentiert Hürden möglicher Reformen, unter anderem Hegenomie und Globalisierung.
2015
Level: mittel
Finanzkapitalismus in der Krise?
Das Video „Der Kampf gegen die Ungleichheit und Politische Ökonomie der Umverteilung“ setzt sich aus drei Vorträgen zusammen: zunächst präsentiert Hansjörg Herr „Erklärungsansätze für zunehmende Ungleichheit der Markteinkommen“ und vergleicht diese mit Neoklassischen Ansätzen zu Ungleichheit. Herr erläutert dabei unter anderem Finanzialisierung, Deregulierung und funktionale Einkommensverteilung. Wiederkehrend nimmt Herr Bezug zu Erklärungen Pikettys. Im Anschluss (ab 28:26) präsentiert Christoph Scherrer „Politische Strategien zur Minderung wirtschaftlicher Ungleichheit“ (28:26) und fokussiert sich dabei auf auf die Frage, wie das Finanzsystem zu Ungleichheiten beiträgt. Abschließend erläutert Achim Truger in dem Vortrag „Maßnahmen gegen die Ungleichheit: Der deutsche ökonomische Mainstream als Reformbremse“ (55:15) die Position des Sachverständigenrates in der Ungleichheitsdebatte.
2015
Level: leicht
Der Kampf gegen die Ungleichheit und Politische Ökonomie der Umverteilung
Wie hängen die Geldschöpfung der Geschäftsbanken und (endloses) Wirtschaftswachstum zusammen? Der Vortrag gibt eine Einführung in das Funktionieren des Bankensystems und die Logik der Geldschöpfung und geht dabei auch auf die Konzepte ein, die in der traditionellen Theorien nicht immer berücksichtigt werden: 1) Historische Entstehung von Geschäftsbanken 2) Geldschöpfung erhöht Geldmenge 3) Rolle der Zentralbank 4) Geldmengenwachstum führt zu Wirtschaftswachstum, Inflation oder spekulativer Blase?
2013
Level: mittel
Geldschöpfung; Wachstum; Spekulation
Peter Spahn beginnt mit einer Übersicht verschiedener Geldtheorien. Er geht dabei auf die Merkantilisten und ihren Fokus auf Reserven und Gold ein, der jedoch nicht einem Fetischismus geschuldet war, sondern der Wichtigkeit von Edelmetallen als Bankreserve und dadurch als Kondition für die Schöpfung von Bankkredit galt. Danach werden die klassische Theorie und insbesondere die Quantitätsgleichung und aus dieser folgende theoretische Ableitungen vorgestellt. In der Neoklassik wird Geld als Mittel zur Minimierung von Transaktions- und Informationskosten angesehen bzw. als Alternative zum Auktionator bei Walras. Aus Postkeynesanischer Sicht und aus der soziologischen Perspektive wird auf die Effekte einer Geldwirtschaft eingegangen, sowie auf die Bedeutung von Vertrauen und die institutionelle Knappheit des Geldes. Zum Schluss wird die aktuelle Geldpolitik der EZB problematisiert.
2013
Level: mittel
Die Geldtheorien verschiedener Schulen
In diesem Workshop zeigt Christian Proaño die Kritik an der Neuen Neoklassischen Synthese aus Sicht der Behavioral Macroeconomics. Für Fortgeschrittene gibt er einen Einblick in Behavioral Macroeconomics und zeigt Modelle mit heterogenen Erwartungen (De Grauwe 2012), den Aggregate Sentiments Approach (Franke 2012) sowie den Learning Aproach (nach Evans, Honkapohja 2001). Kritiker könnten der Behavioral Macroeconomics Forschung vorwerfen, dass sie im Grunde Neoklassische Konzepte repariert, das wissenschaftstheoretische Fundament aber nie verlässt und sich damit selbst begrenzt. Die Folien des Vortrags sind hier verfügbar: http://www.boeckler.de/pdf/v_2016_08_12_proano_slides.pdf
2016
Level: mittel
Behavioral Macroeconomics

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