Über das Projekt


Die Idee zu Explorings Economics entstand im Netzwerk Plurale Ökonomik. Studierende suchen zunehmend nach vielfältigen Lernmaterialien, die ihnen an den Hochschulen fehlen. Während die Curricula überwiegend eine Perspektive aufzeigen, gibt es im Internet zahlreiche gute Materialien über ökonomische Perspektiven fernab des Mainstreams. Die Inhalte sind jedoch unsortiert im Netz verstreut. Exploring Economics führt dieses Material auf einer pluralen Online-Lernplattform zusammen.

In der Debatte um Pluralismus in der Ökonomik werden heterodoxe Theorieschulen als historische oder entstehende Alternativen zum Mainstreamökonomik präsentiert. Jedoch ist die Darstellung und der Vergleich dieser Schulen, beispielsweise hinsichtlich ihrer Annahmen, ihres Analysefokus sowie ihrer Stärken und Schwächen, häufig ad hoc und unsystematisch. Deshalb ist es das Ziel von Exploring Economics, die Diversität der ökonomischen Ansätze zu systematisieren.

Die Lernplattform zielt darauf ab die ökonomische Lehre zu bereichern und fördert Selbstkritik, Reflexion und Offenheit in der Ökonomik.

Seit dem Launch am 18. Dezember 2016, hat Exploring Economics viel positives Feedback erhalten und zählte allein im ersten Monat mehr als 41.000 Seitenaufrufe und bis dato Besucher*innen aus über 160 Ländern. Professor*innen rund um den Globus haben die Lernplattform ihren Studierenden empfohlen und sogar die Plattform als Pflichtlektüre ins Curriculum integriert. Exploring Economics organisierte eine internationale Schreibwerkstatt für Studierende und Nachwuchswissenschaftler*innen zu Feministischer Ökonomik und begann Kooperationen mit zwei Universitäten und der Sommerakademie für Plurale Ökonomik.

Exploring Economics ist ein Projekt des Netzwerks Plurale Ökonomik, das aus rund 30 Gruppen und weiteren engagierten Personen in Deutschland, Österreich und der Schweiz besteht. Es wird durch die freiwillige Arbeit vieler Studierender und Nachwuchswissenschaftler*innen verwirklicht. Professor*innen haben das Vorhaben wissenschaftlich begleitet. Das öffentliche Forschungsinstitut für gesellschaftliche Weiterentwicklung (FGW) finanziert die Lernplattform als Projekt des Themenbereichs neues ökonomisches Denken. Weitere Mittel stellte das Institut für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK) bereit.

Vom 8. Mai bis zum 4. Juni 2017 läuft unsere Crowdfunding-Kampagne für Exploring Economics, damit wir auch in den kommenden Monaten mehr Menschen mit pluralen ökonomischen Themen erreichen: Wir wollen neue Materialien und Kurse in die Webseite integrieren, weitere Schreibwerkstätten für Studierende und Nachwuchswissenschaftler*innen anbieten und unsere Partnerschaften mit Universitäten ausbauen.