Sommerakademie für plurale Ökonomik 2019: Lehrende

 

Workshop 1

Lilly Schön (Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin)

Lilly Schön ist wissenschaftliche Mitarbeiterin an der HTW Berlin und koordiniert die Geschäftsstelle des Netzwerks feministischer Ökonominnen efas. Sie promoviert über die Verbindung von Ökonomie und Gewalt an Frauen und der Rolle der Frauenbewegung.

 

 

Justina Lee (Universität Buenos Aires)

Justina Lee ist fortgeschrittene Studentin der Ökonomik an der Universität Buenos Aires in Argentinien. Sie ist Teil des Ökonomik-, sowie des internationalen Teams der argentinischen Organisation 'Economia Femini(s)ta', welche Geschlechterungleichheit durch die Verbreitung von Informationen, Statistiken, akademischen Inhalten und kreatien Produktionen für die breite Bevölkerung sichtbar macht.

 

 

Workshop 2

Sebastian Gechert (Institut für Makroökonomie und Konjunkturforschung, Düsseldorf)

Sebastian Gechert ist Referatsleiter für  “Makroökonomie der Einkommensverteilung” im Institut für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK) der Hans-Böckler-Stiftung. Er ist Sprecher des “Forum for Macroeconomics and Macroeconomic Policies” (FMM), einem internationalen akademischen makroökonomischen Netzwerk. Seinen Doktortitel erhielt er von der Technischen Universität Chemnitz. Seine Forschung konzentriert sich auf Finanzpolitik, Konsumverhalten, Wachstum und Verteilung. Twitter: @SGechert

 

Jan Behringer (Institut für Makroökonomie und Konjunkturforschung, Düsseldorf)

Jan Behringer ist Volkswirt für Steuer- und Fiskalpolitik am Institut für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK) der Hans-Böckler-Stiftung, Düsseldorf. Er ist Mitglied im Organisationsteam  des “Forum for Macroeconomics and Macroeconomic Policies” (FMM), einem internationalen akademischen makroökonomischen Netzwerk. Jan studierte Volkswirtschaftslehre an der Eberhard Karls Universität Tübingen. Seine Forschungsinteressen umfassen die Einkommensverteilung aus eine makroökonomischen Perspektive, Leistungsbilanzungleichgewichte sowie angewandte Ökonometrie.

 

Workshop 3

Stephan Panther (Cusanus Hochschule, Bernkastel-Kues)

Stephan Panther absolvierte seinen Abschluss in der Volkswirtschaftslehre an der Ludwig-Maximilians- Universität, München, wo er im Anschluss auch promovierte. Seit 2016 hält er eine Professur für Ökonomie und interdisziplinäre Institutionenforschung an der noch jungen Cusanus Hochschule, Bernkastel-Kues. Seine Forschungsschwerpunkte und Interessen liegen in der politischen Ökonomie und der Analyse langfristiger wirtschaftlicher Entwicklungen. Weiterhin beschäftigen ihn Themen der Institutionen- und Entwicklungsökonomik.

 

Workshop 4

Jana Gebauer (Die Wirtschaft der Anderen sowie Institut für ökologische Wirtschaftsforschung, Berlin)

Jana arbeitet als freiberufliche Forscherin, Referentin, Dozentin und Moderatorin daran, unternehmerische Beiträge zum sozialen und ökologischen Wandel zu stärken. Ihr Schwerpunkt liegt auf Postwachstumskonzepten von Wirtschaftsakteuren in pluralen und solidarischen Ökonomien, insbesondere von kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) und Akteuren der sogenannten alternative oder grassroots economies. Jana studierte Betriebswirtschaftslehre an der Humboldt-Universität zu Berlin und war als Wissenschaftlerin unter anderem am Institut für ökologische Wirtschaftsforschung (IÖW) tätig. Jana ist weiterhin Fellow und Vorstandsmitglied des IÖW.

 

Workshop 5

Birte Strunk (Institut für zukunftsfähige Ökonomien, Bonn)

Birte Strunk hat in Maastricht und London Liberal Arts and Sciences mit Fokus auf Politische Theorie und Internationale Beziehungen studiert, sowie als Junior Teaching Fellow am University College Maastricht Fächer wie Theory Construction and Modeling Techniques oder Philosophy of Science unterrichtet. Als ehemaliges Vorstandsmitglied des Netzwerks Plurale Ökonomik, Masterstudentin im MSc Socio-Ecological Economics and Policy in Wien und Forschungsassoziierte bei ZOE, dem Institut für zukunftsfähige Ökonomien, setzt sie sich mit wachstumskritischen sowie wissenschaftsphilosophischen Ansätzen in der (pluralen) VWL auseinander. Zusammen mit Corinna Dengler veröffentlichte sie einen Artikel zum Thema Degrowth und Care.

 

Workshop 6

Anna Weber (Universität Kassel)

Anna Weber promoviert an der Uni Kassel über die menschenrechtliche Verantwortung von großen Pharmaunternehmen. Sie studierte mit Hilfe eines Stipendiums der Rosa-Luxemburg-Stiftung Ethnologie, Politikwissenschaft und Psychologie an der Freien Universität Berlin und als Gaststudent Internationale Politische Ökonomie an der University of Toronto, Kanada. Vor der Promotion arbeitete sie in verschiedenen Nichtregierungsorganisationen.

 

Workshop 7

Claudius Gräbner (Universität Duisburg-Essen und Universität Linz)

Claudius Gräbner ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Sozioökonomie an der Universität Duisburg-Essen und am Institut für die Gesamtanalyse der Wirtschaft (ICAE) an der Johannes Kepler Universität Linz. Er hält einen Abschluss in Sozialwissenschaften, VWL und Rechtswissenschaften der Universität Erfurt und hat am Institut für Institutionelle Ökonomik und Innovationsökonomik der Universität Bremen in VWL promoviert. Seine Forschungsinteressen liegen im Bereich Computational Economics, der Entwicklungsökonomik, der Netzwerktheorie und der Ökonometrie. Seine Forschung im Bereich der evolutionären Analyse sozialer Institutionen, der Methodologie der Sozialwissenschaften und den sozio-ökonomischen Auswirkungen der Globalisierung wurde in Journals wie dem Journal of Institutional Economics und dem Journal of Economic Issues veröffentlicht und wurde mit diversen Preisen prämiert, darunter der WiWa Young Scholars Award for Pluralist Economics.

 

Torsten Heinrich (Universität Oxford)

Torsten Heinrich studierte Ökonomik an der Technischen Universität Dresden und der Universidad Autónoma de Madrid. Seine Doktorarbeit an der Universität Bremen im Jahre 2011 beschäftigte sich mit technologischem Wandel und Wachstumsmustern unter den Bedingungen von Netzwerkeffekten. Zu Themen wie komplexen Systemen, Agent-Based Models, Simulation und strategischen Spielen in der Ökonomik hat er Sonderausgaben in akademischen Journals betreut und sowohl Journalartikel als auch Monographien veröffentlicht. Er arbeitet als Post-Doc am Institute for New Economic Thinking (INET) an der Universität Oxford und lehrt an der Universität Bremen.

 

Workshop 8

Steve Keen (Kingston University, London)

Steve Keen ist ein australischer Ökonom und Bestsellerautor. Er war Professor an der University of Western Sydney und hat zurzeit einen Lehrstuhl an der Kingston University in London. Er rechnet sich der post-keynesianischen Ökonomik zu und forscht vor allem zu Möglichkeiten mathematischer Modellierung und Simulationen von Finanzmarktinstabilitäten, basierend auf Hyman Minskys Financial Instability Hypothesis. Mit seinen Büchern Debunking Economics und Can we avoid another financial crisis? wurde er auch einer breiteren Öffentlichkeit bekannt.

 

Elisabeth Springler (Fachhochschule des bfi, Wien)

Kurztext folgt.

 

Workshop 9

Dimitris Milonakis (University of Crete)

Dimitris Milonakis ist Professor für Volkswirtschaftslehre am Institut für Volkswirtschaftslehre und Dekan der Fakultät für Sozialwissenschaften der Universität Kreta, nachdem er im selben Institut als Vorsitzender (2008-2010) und Direktor für Postgraduiertenstudien (2005-2008, 2010-15) tätig war. Er ist Life Member von Clare Hall, University of Cambridge und Visiting Scholar am Department of Economics, University of Cambridge, der School of Oriental and African Studies (SOAS), University of London, Lund University, Schweden und Jilin University, China. Er ist Gründungsmitglied, war Koordinator (2012-14) und ist heute Generalsekretär der International Initiative for Promoting Political Economy (IIPPE). Er ist außerdem Gründungsmitglied des World Interdisciplinary Network for Institutional Research (WINIR) und war Vizepräsident der Griechischen Wissenschaftlichen Vereinigung für politische Wirtschaft (2010-13). Zu seinen Büchern gehören "Von der Politischen Ökonomie zur Volkswirtschaftslehre: Methode, das Soziale und das Historische in der Evolution der Wirtschaftstheorie" (Gunnar-Myrdal-Preis 2009 von der European Association of Evolutionary Political Economy) und "Vom Wirtschaftsimperialismus bis zur Freakonomie: Die sich verschiebenden Grenzen zwischen Ökonomie und anderen Sozialwissenschaften" (Deutscher Memorial Prize 2009), beide gemeinsam geschrieben mit Ben Fine. Er ist Mitherausgeber der von Pluto Press herausgegebenen Buchreihe "Politische Ökonomie und Entwicklung". Er hat in führenden Fachzeitschriften zahlreiche Veröffentlichungen zu verschiedenen Aspekten der politischen Ökonomie veröffentlicht.

 

Thomas Dürmeier (Goliathwatch, Hamburg)

Thomas Dürmeier ist Volkswirt, Geschäftsführer und Gründer der Nichtregierungsorganisation "Goliathwatch" in Hamburg, Schwerpunkte: Konzernmacht, CSR, Kartellpolitik. Mitbegründer und Initiator des Arbeitskreises Post-Autistische Ökonomie. Forschung zu mikroökonomischer Machttheorie, Globalisierung und Politische Ökonomik. Letzte Veröffentlichungen: "Homo oeconomicus learns to talk" and "The EU impunity nexus".

 

Referierende der Abendvorträge

 

Anna Cavazzini (MdEP Bündnis 90/Die Grünen)

Anna Cavazzini wurde in diesem Jahr für Bündnis 90/Die Grünen in das Europäische Parlament gewählt und arbeitet in Brüssel weiter an den Themen Globale Gerechtigkeit und der sozialen und ökologischeh Gestaltung des europäischen Binnenmarkts. Bevor sie Mitglied des Europäischen Parlaments wurde, nahm sie im Auftrag der Bundesregierung an den Verhandlungen der UN-Konferenz über Entwicklungsfinanzierung teil und war darüber hinaus Mitglied im Kabinett des Präsidenten der UN-Generalversammlung, das sich für die Umsetzung der Nachhaltigkeitsziele 2030 einsetzte. Nach ihrer Tätigkeit bei den Vereinten Nationen arbeitete sie für Compact e.V. und Brot für die Welt. Anna Cavazzini studierte Europastudien in Chemnitz und Internationale Beziehungen in Berlin und war mehrere Jahre lang Sprecherin der Arbeitsgruppe Europa bei den Grünen.

 

Farwa Sial (University of Manchester)

Dr. Farwa Sial ist Gastwissenschaftlerin an der University of Manchester. Zuvor lehrte sie VWL und internationale Entwicklung an der School of Oriental and African Studies (SOAS) und arbeitete für DFID- und EU-finanzierte Entwicklungsprojekte mit Schwerpunkt Afrika und Südasien.  Ihre Forschungsinteressen liegen in den Bereichen der politischen und heterodoxen Ökonomie sowie der vergleichenden Entwicklungsökonomik mit Schwerpunkt auf Industriepolitik und Unternehmensentwicklung.

 

 

Constanze Haug (International Carbon Action Partnership)

Constanze Haug verfügt über mehr als zwölf Jahre Erfahrung in der internationalen Klimapolitik. In ihrer Funktion als Leiterin des Sekretariats der International Carbon Action Partnership (ICAP) arbeitet sie mit mehr als dreißig Regierungen auf der ganzen Welt zusammen, um die CO2-Bepreisung als Schlüsselinstrument auf dem Weg zur Dekarbonisierung unserer Wirtschaft voranzutreiben. Sie ist außerdem Senior Project Manager beim Think Tank adelphi in den Bereichen Klima und Energie. Vor ihrer jetzigen Tätigkeit war sie wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Umweltwissenschaften der VU University in Amsterdam und arbeitete als Fellow des Mercator-Programms für internationale Angelegenheiten bei der Weltbank im Bereich der Finanzierung von Emissionsminderungsprojekten, bei der Sustainable Mechanisms Unit des UNFCCC-Sekretariats sowie im Umweltreferat des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung.

 

Silke Helfrich (Commons-Institut)

Silke Helfrich lebt als Publizistin, Aktivistin und Forscherin in einer Kleinstadt in Baden-Württemberg. Sie hat romanische Sprachen und Sozialwissenschaften mit Schwerpunkt Ökonomie studiert. Von 1999-2007 war sie Auslandsmitarbeiterin der Heinrich-Böll-Stiftung für Zentralamerika, Mexiko und Kuba. Sie ist Mitbegründerin der Commons Strategies Group und des Commons-Institut, veranstaltet seit 2012 eine Commons-Sommerschule im KulturNaturHof Bechstedt und gilt heute als die Expertin für Commons/Gemeingüter.

 

David Matthée (Stiftung trias)

David Matthée ist Projektentwickler bei der Stiftung trias in Hattingen/Ruhr und Vorstandsmitglied der Wir vom Gut eG, Düsseldorf. Er hat einen Master in Lokale Ökonomie und Gemeinwesenentwicklung.

 

 

Claus Michelsen (Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung)

Claus Michelsen ist Leiter der Abteilung Konjunkturpolitik. Er ist seit 2013 Mitarbeiter des DIW Berlin und hat seither an der Konjunkturanalyse und Prognose mitgearbeitet. Zuvor war er am Institut für Wirtschaftsforschung Halle (IWH) beschäftigt. Er studierte Staatswissenschaften an der Universität Erfurt und Empirische Ökonomik & Politikberatung an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg. In seiner Dissertation beschäftigte er sich mit der Energieeffizienz von Immobilien und den Wirkungen wohnungsmarktpolitischer Eingriffe. Claus Michelsen forscht am DIW zu den Schwerpunkten Unternehmens- und  Immobilieninvestitionen, Wohnungsmarktentwicklung und Wohnungsmarktpolitik.

 

Helge Peukert (Universität Siegen)

Helge Peukert ist Professor an der Forschungsstelle Plurale Ökonomik in Siegen. Neben Ansätzen der heterodoxen Ökonomie, der Wissenschaftstheorie und der Ökonomie des öffentlichen Sektors befasst er sich auch mit den Geld- und Finanzmärkten und den Grenzen des Wachstums. In "Die große Finanzmarkt- und Staatsschuldenkrise" (5. Aufl. 2013) und "Das Moneyfest" (3. Aufl. 2017) hat er die Finanzkrise untersucht und einige radikale Reformen vorgeschlagen. In „Mikroökonomische Lehrbücher“ und „Makroökonomische Lehrbücher“ (2018) hat er die vorherrschenden Lehrbücher der VWL analysiert. Zurzeit arbeitet er an einem Buch über die Problematik der Schattenbanken. Er ist u.a. Mitglied des wissenschaftlichen Beirates von attac und tritt häufiger in der Öffentlichkeit als gesellschaftskritischer Sozialwissenschaftler auf.


Katherine Trebeck (Wellbeing Economies Alliance)

Katherine Trebeck arbeitet an Ideen für eine menschliche Wirtschaft, die soziale Gerechtigkeit, gutes Leben, lebendige Gemeinschaften und Schutz des Planeten verbindet. Mit ihrer Initiative „Wellbeing Economies Alliance“ (WEA) knüpft sie ein internationales Netzwerk von Nationen, die willens sind, sich in ihrer Entwicklung stärker am multidimensionalen Wohlergehen als ausschließlich am BIP zu orientieren. Zuvor war sie u.a. im Oxfam Research Team tätig und hat drei Jahre lang erforscht, wie es indigene Bevölkerungsgruppen in Australien geschafft haben, ein großes Bergbauunternehmen dazu zu bringen, sein Verhalten zu ändern.

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