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Globalisten – Das Ende der Imperien und die Geburt des Neoliberalismus

Buchcover von Verlagsseite

Quinn Slobodian
Suhrkamp, 2019
Level: leicht
Perspektive: Institutionenökonomik, Marxistische Politische Ökonomik, Diverse
Thema: Wirtschaftsgeschichte, Globalisierung & internationale ökonomische Beziehungen, Ungleichheit & Klasse, Institutionen, Regierungen & Politik, Nord-Süd-Beziehungen & Entwicklung, Soziale Bewegungen & Transformation
Seitenzahl: 522 Seiten
ISBN: 9783518429037

Klappentext

Nachdem Handelspolitik lange eine Sache spezialisierter Juristen war, ist sie heute ein Feld heftiger politischer Auseinandersetzungen: Beim Brexit steht der freie Warenverkehr auf dem Spiel, Donald Trump droht deutschen Autobauern mit Schutzzöllen. In seinem Buch, das in der englischsprachigen Welt für Furore sorgt, wirft Quinn Slobodian einen neuen Blick auf die Geschichte von Freihandel und neoliberaler Globalisierung. Im Mittelpunkt steht dabei eine Gruppe von Ökonomen um Friedrich von Hayek und Wilhelm Röpke. Getrieben von der Angst, nationale Massendemokratien könnten durch Zölle oder Kapitalverkehrskontrollen das reibungslose Funktionieren der Weltwirtschaft stören, bestand ihre Vision darin, den Markt auf der globalen Ebene zu verrechtlichen und so zu schützen. Slobodian begleitet seine Protagonisten durch das 20. Jahrhundert. Er zeigt, wie sie auf neue Herausforderungen – die Entkolonialisierung etwa oder die europäische Integration – reagierten und aus einer Außenseiterposition heraus die Deutungshoheit eroberten.Nachdem Handelspolitik lange eine Sache spezialisierter Juristen war, ist sie heute ein Feld heftiger politischer Auseinandersetzungen: Beim Brexit steht der freie Warenverkehr auf dem Spiel, Donald Trump droht deutschen Autobauern mit Schutzzöllen. In seinem Buch, das in der englischsprachigen Welt für Furore sorgt, wirft Quinn Slobodian einen neuen Blick auf die Geschichte von Freihandel und neoliberaler Globalisierung. Im Mittelpunkt steht dabei eine Gruppe von Ökonomen um Friedrich von Hayek und Wilhelm Röpke. Getrieben von der Angst, nationale Massendemokratien könnten durch Zölle oder Kapitalverkehrskontrollen das reibungslose Funktionieren der Weltwirtschaft stören, bestand ihre Vision darin, den Markt auf der globalen Ebene zu verrechtlichen und so zu schützen. Slobodian begleitet seine Protagonisten durch das 20. Jahrhundert. Er zeigt, wie sie auf neue Herausforderungen – die Entkolonialisierung etwa oder die europäische Integration – reagierten und aus einer Außenseiterposition heraus die Deutungshoheit eroberten.

Kommentar von unseren Editor*innen:

Mit "Globalisten" hat Quinn Slobodian eine umfassende historische Studie vorgelegt, die Entstehung, Verbreitung und letztlich Hegemonie des Neoliberalism (als Ideologie und als politisches Projekt) in den Kontext von Niedergang und Rekonfiguration imperialer Herrschaft im 20. Jahrhundert stellt. Das Buch ist nicht nur für die umfassende und detaillreiche historische Rekonstruktion empfehenswert, mit der der Autor einen relativ wenig betrachteten Aspekt der Geschichte des Neoliberalismus nachzeichnet. Vielmehr ist das Buch auch eine wichtige politische Intervention: Die Studie rückt die strukturelle und systematische Funktion in den Vordergrund, die der Neoliberalismus als Gegenbewegung gegen Bewegungen für soziale Gerechtigkeit - etwa die Arbeiter*innenbewegung oder die antikolonialen Bewegung gespielt hat - und das nicht nur innerhalb von Nationalstaaten, sondern auch auf globaler Ebene. Das Buch ist deshalb nicht nur eine herausragende Ressource für Forscher*innen und Studierende, die sich mit der Geschichte des Neoliberalismus und der Globalen (Politischen) Ökonomie auseinander setzen, sondern auch für alle, die die globale Ökonomie zum Besseren verändern wollen. Gerade vor dem Hintergrund dieser doppelten Relevanz, ist das Buch ein absolutes "must-read" für die Plurale Ökonomik Community.

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