Neoklassik

Autor*innen: Lara Boerger und das Exploring-Economics-Team | 18. Dezember 2016
Schirmherr und wissenschaftlicher Review: Prof. Dr. Michael Roos

1. Kernelemente

Der Begriff “Neoklassik” ist unscharf und wird unterschiedlich verwendet. So ordnen sich die wenigsten Mainstream-Ökonom*innen selber der neoklassischen Schule zu. Die Bezeichnung “neo-classical” wurde von Thorstein Veblen bereits im Jahre 1900 geprägt und beschreibt die von Alfred Marshalls begründete Synthese von subjektiver und objektiver Werttheorie als Angebots- und Nachfragediagramm. Marschall brachte das klassische Verständnis, dass sich der Wert eines Gutes durch die Produktionskosten ergibt, mit den damals neuen Einsichten der Grenznutzenschule zusammen, wonach der Wert durch den individuellen Nutzen bestimmt wird. Noch heute steht das Marktdiagramm als Zusammentreffen von (objektiver) Angebot- und (subjektiver) Nachfragefunktion im Zentrum der neoklassischen Ökonomik.

Der paradigmatische Kern der neoklassischen Theorie bildet den heutigen „Mainstream“ der Volkswirtschaftslehre und dominiert die ökonomische Bildung und Forschung. Als Grundproblem der Ökonomie wird dabei der Umgang mit knappen Ressourcen und deren Allokation verstanden. Hieraus begründet sich das Ziel der Effizienz als verbindlich gültiges Beurteilungskriterium, verstanden als die Eigenschaft, die vorhandenen Ressourcen optimal zu nutzen, um den individuellen Nutzen und damit die Wohlfahrt eines Landes zu maximieren. Die zentralen Bereiche bilden die Mikroökonomik, die das Verhalten von Haushalten und Unternehmen untersucht, die Makroökonomik, die aggregierte Größen und die Interaktion von Märkten betrachtet, sowie die Ökonometrie als Analyseinstrument. Dabei werden vorwiegend mathematische Modelle herangezogen, mit welchen die Neoklassik ihrem Selbstverständnis nach kausale Zusammenhänge des Wirtschaftssystems untersuchen kann.

Die Neoklassik unterliegt, wie jede Theorieschule, einem ständigen Wandel und entwickelt sich weiter. So hat sich diese in den letzten Jahrzehnten immer weiter ausdifferenziert und aufkeimende Kritik in ihr Denkmodell integriert, wie beispielsweise die “Entrationalisierung” menschlicher Akteure in der Verhaltensökonomik, als Tochtertheorie der Neoklassik, zeigt. Deshalb stellt es eine große Herausforderung dar, ein eindeutiges Bild der heutigen Neoklassik zu zeichnen. Im Folgenden soll dennoch eine Abgrenzung gegenüber anderen ökonomischen Denkschulen vorgenommen werden, indem grundlegende Annahmen bzw. Axiome herausgearbeitet und ihre klassischen Methoden beschrieben werden.

Verschiedene Definitionen der Neoklassik:

Colander 2000. Colander definiert hier eine historische Neoklassik, der die aktuelle Forschung in der (Mainstream) Ökonomik nicht länger entspricht

  • Fokus auf Allokation von Ressourcen zu einem bestimmten Zeitpunkt
  • Utilitarismus
  • Fokus auf marginale trade-offs
  • weitsichtige Rationalität
  • methodologischer Individualismus
  • allgemeines Gleichgewicht

Colander, Rosser and Holt (2004) sprechen von der Neoklassik als Heilige Dreifaltigkeit von

  • Rationalität
  • Egoismus (selfishness)
  • Gleichgewicht

Arnsperger und Varoufakis 2006:

  • methodologischer Individualismus
  • methodologischer Instrumentalismus
  • methodologisches Gleichgewichtsdenken

2. Begriffe, Analyse und Konzeption der Wirtschaft

Das zentrale Problem der Ökonomie liegt nach neoklassischem Verständnis in der begrenzten Natur gesellschaftlicher Ressourcen. Die Ökonomik als Wissenschaft soll aufgrund dieser Knappheit die Bewirtschaftung einer Volkswirtschaft studieren, um Wohlstand durch optimale Ressourcenallokation zu ermöglichen. Dabei kann die Ökonomie vereinfacht als Tauschwirtschaft verstanden werden, in welcher rationale Akteure mit exogen gesetzten Ausstattungen auf Märkten interagieren und auf Grund von wechselseitigem Nutzen Handel betreiben. Die Quelle für das Funktionieren einer Wirtschaft liegt dabei in ihrer Produktivität begründet, welche den Lebensstandard einer Nation bestimmt.

Die neoklassische Theorie geht bei ihrer Konzeption der Wirtschaft von Individuen aus, die vor abzuwägenden Alternativen stehen und mit ihren Entscheidungen den eigenen Nutzen maximieren wollen. Sie folgen darin dem Rationalprinzip (auch “ökonomisches Prinzip”), nach welchem für einen gegebenen Input der Output maximiert oder für einen gegebenen Output der Input minimiert werden soll. Um als Wirtschaftssubjekt zu einem optimalen Ergebnis zu gelangen, wird eine Abwägung von Kosten und Nutzen als Entscheidungsgrundlage herangezogen, wobei marginale Größen im Sinne der Grenznutzenschule als wesentliche Faktoren betrachtet werden. So gibt der Grenznutzen auf der einen Seite den marginalen Nutzenzuwachs einer zusätzlichen Einheit an, während die Grenzkosten die marginalen Kosten dieser weiteren Einheit beschreiben. „Ein rationaler Entscheidungsträger entscheidet sich dann und nur dann für eine bestimmte Aktion, wenn der Grenznutzen der Aktion die Grenzkosten übersteigt“ (Mankiw 2004, S.7). In diesem Kontext wird häufig die Abstraktion des homo oeconomicus herangezogen. Dieser repräsentiert ein idealtypisches Individuum, welches im Sinne der Nutzenmaximierung rational und vornehmlich mit Blick auf seinen Eigennutzen handelt.

Mit Hilfe von Aggregation der individuellen Nutzenfunktionen lässt sich die gesamtgesellschaftliche Nachfrage herleiten, welche auf dem Markt auf das gesamtgesellschaftliche Angebot trifft. Durch den Preismechanismus, welcher selbst nicht näher modelliert wird, streben Angebot und Nachfrage ein Gleichgewicht an, in welchem sich diese entsprechen und der Markt als geräumt gilt, sodass der Preismechanismus in der neoklassischen Theorie als optimales Allokationsinstrument angesehen wird. Arne Heise (2007, S. 3) betont in seiner Definition der Neoklassik dabei das Bruttosubstitutionsaxiom, wonach alle Güter (und Dienstleistungen) grundsätzlich gegeneinander austauschbar sind. Denn nur so sei sichergestellt, dass der Preis als Allokationsinstrument fungieren und die Existenz von Marktgleichgewichten erreicht werden kann. Solange kein Marktversagen wie beispielsweise das Auftreten von externen Effekten oder die Bildung von Monopol- oder Oligopolstrukturen vorliegt, führt der Marktmechanismus durch Selbstorganisation zum volkswirtschaftlichen Optimum. Dieses wird als pareto-effizienter Zustand beschrieben, da sich keine Partei besser stellen kann ohne eine andere dadurch schlechter zu stellen.

Während sich die Mikroökonomik vornehmlich mit der Analyse des Verhaltens von Haushalten und Unternehmen auf unterschiedlichen Märkten und Marktformen beschäftigt, stehen in der Makroökonomik aggregierte Gesamtgrößen wie Bruttoinlandsprodukt, Arbeitslosenquote oder Inflationsrate, sowie die Struktur und das Zusammenspiel von Märkten im Vordergrund (vornehmlich der Gütermarkt, der Arbeitsmarkt und der Geldmarkt). Makroökonomische Ansätze greifen dabei vermehrt auf eine mikroökonomische Fundierung zurück, um gesamtwirtschaftliche Schlüsselvariablen zu untersuchen. Die Argumentation dahinter ist, dass die Entscheidungsregeln von Individuen bei einer politisch herbeigeführten Änderung der ökonomischen Rahmenbedingungen nicht stabil bleiben (vgl. Lucas 1976, dessen Intervention als “Lucas Critique” bekannt wurde). Die der Neoklassik eigene, besondere Form der Modellierung wirtschaftlicher Vorgänge stellt die statistischen und mathematischen Werkzeuge bereit, mithilfe derer die mathematischen Modelle geprüft und ökonomische Phänomene analysiert werden. Der Fokus liegt dabei auf der Entwicklung quantitativer Methoden zur empirischen Datenanalyse.

3. Ontologie

Wie bereits erwähnt, gibt es keine einheitliche Definition der Neoklassik, da sich diese mit der Zeit immer weiter ausdifferenzieren und andere Ansätze in ihr Denkgebäude integrieren konnte. Das Grundproblem der Ökonomie bleibt nach neoklassischen Verständnis dennoch in der Knappheit von Ressourcen begründet. Nach Arnsperger und Varoufakis (2006) lassen sich drei Axiome benennen, welche in allen Modellen und Tochtertheorien wieder zu finden sind und damit den paradigmatischen Kern der neoklassischen Schule bilden: (1) der methodological individualism, (2) der methodological instrumentalism und (3) die methodological equilibration.

Das erste Axiom bedeutet, dass sich Vorgänge auf der Makroebene ausschließlich auf Aktionen von Individuen auf der Mikroebene zurückführen lassen und somit alle wirtschaftlichen Phänomene über individuelle Handlungen erklärt und beschrieben werden können. Es bedeutet weiterhin, dass das Individuum die einzige Quelle für Wertvorstellungen sein kann: Niemand außer dem Individuum selbst weiß, was für das Individuum am besten ist, welches auch eine Beeinflussung bzw. Wertsetzung durch äußere Institutionen wie z.B. Religion ausschließt. Diese Beschreibung kann einerseits als ontologische Fixierung auf Individuen interpretiert werden, was bedeutet, dass die Existenz von ökonomischen Phänomenen und Strukturen, die nicht auf Individuen zurückgehen (Emergenzen) negiert wird. Andererseits kann sie methodologisch aufgefasst werden. In diesem Fall kann die Erklärung von sozialen Phänomenen nur mit Bezug zum Individuum erfolgen (Hodgson 1994,  64). Das Verhalten der Akteure ist dabei, dem zweiten Axiom folgend, Resultat von stabilen Präferenzen bzw. Präferenzbündeln, deren Befriedigung Nutzen stiftend ist. Diesen Nutzen wollen die Individuen fortwährend maximieren, sind aber durch Restriktionen (wie z.B. aufgrund einer Budgetrestriktion) eingeschränkt.

Aus den Überlegungen zum Individualismus und zur instrumentellen Rationalität ergibt sich ein Menschenbild, in dem Menschen und ihre Präferenzen einerseits als black-box betrachtet werden, d.h. relativ autonom und unabhängig von äußeren Einflüssen sind. Andererseits wird von einer Zweckrationalität ausgegangen, in der die Akteure versuchen ihr Ziel, d.h. die Maximierung von Nutzen entsprechend ihrer Präferenzen, möglichst effizient zu erreichen. Während die Logik der Maximierung als menschlich universell angesehen wird, ist der Inhalt der Präferenzen variabel. Dementsprechend kann neben der Maximierung von Konsumbündeln auch das Erreichen von sozialen oder ethischen Präferenzen auf diese Weise verstanden werden (z.B. Akerlof and Kranton 2000).     

Schlussendlich führen die Entscheidungen und Handlungen auf der Mikroebene zu einem gesamtgesellschaftlichen Gleichgewichtszustand auf der Makroebene. Dabei tendiert der Markt im Normalfall von sich aus zu einem gleichgewichtigen Zustand, weshalb dieser als prinzipiell stabil angesehen wird. Das bedeutet nicht, dass sich der Markt fortwährend im Gleichgewicht befindet, sondern dass dieser in der langen Frist einen statischen, stabilen Zustand anstrebt. Nichtsdestotrotz lässt sich daraus ableiten, dass in der Neoklassik generell von allgemeinen ökonomischen Gesetzmäßigkeiten ausgegangen wird, die unabhängig von Zeit und Ort existieren. Das Zeitverständnis ist eher darauf ausgerichtet, statische Zustände zu identifizieren, zu vergleichen und zu bewerten, als darauf die Abfolge dynamischer Prozesse zu verstehen und zu rekonstruieren. Mark Blaug (2003, S.146) geht sogar noch weiter, in dem er argumentiert, dass durch die formalistische Revolution in den 1950er Jahren die teilweise noch prozessorientierten Analysen der komparativen Statik gegen eine Definition eines vollkommen statischen Endpunkts ersetzt wurden.

Eine weitere Charakterisierung der ontologischen Prämissen der Neoklassik kann im Hinblick auf die Unterscheidung von offenen und geschlossenen Systemen vorgenommen werden. Ein geschlossenes System definiert sich dadurch, dass alle (atomistischen und voneinander unabhängigen) Elemente des Systems miteinander verbunden sind, dass es keine Einflüsse von außen gibt und dass die Interaktionen zwischen diesen Elementen deterministischen oder probabilistischen Gesetzen folgen (Lawson 2006, 494; Heise 2016, 10). In einem offenen System sind hingegen weder alle Elemente mit allen anderen verbunden noch sind sie oder ihre Interaktionen klar beschreibbar. Außerdem kann das System verschiedene Konfigurationen annehmen, d.h. es ist komplex und nicht nur kompliziert  (Heise 2016, 10-11). Die Neoklassik geht hier im Gegensatz zu vielen anderen Perspektiven von der Wirtschaft als geschlossenes System aus. Kritiker*innen haben der Neoklassik deshalb vorgeworfen ein ontologisches Verständnis zu haben, dass die Realität nicht adäquat oder nur verkürzt darstellt (z.B. Chick and Dow 2015; Lawson 2006; Heise 2016).

4. Epistemologie

Die Neoklassik lässt sich weder eindeutig dem Realismus noch dem Instrumentalismus zuordnen. So verfolgt sie einerseits den Anspruch, nach den Kriterien der Plausibilität, Einfachheit und empirischer Adäquatheit “bestmögliches Wissen” über ihren Gegenstandsbereich zu generieren. Dieser Anspruch setzt die Existenz einer beobachtbaren Außenwelt und passender Instrumente für ihre Erfassung voraus. Auch das Postulat der Werturteilsfreiheit neoklassischer Forschung (vgl. Friedman 1953) und die Konzeption von Wissenschaftler*innen als neutrale Beobachter*innen deutet auf die Einordnung in den erkenntnistheoretischen Realismus hin. Indem die Erkenntnisse anderer Theorieschulen stets an den eigenen Standards gemessen werden, führt diese Ansicht zu einem wissenschaftlichen Monismus, durch den alternative Erkenntnisweisen ex ante nivelliert oder als überholt angesehen werden.

Andererseits wird die Arbeit mit auf stark idealisierten und abstrahierten Axiomen basierenden mathematischen Modellen häufig damit gerechtfertigt, dass es ausschließlich auf die Prognosefähigkeit des Modells und damit auf die empirische Adäquatheit der Schlussfolgerung und nicht auf die der Axiome ankäme (vgl. Friedman: "Methodology of Positive Economics"). Somit kann die Neoklassik auch dem Instrumentalismus zugeordnet werden. Zumindest große Teile der Neoklassik können zudem als stark “Perspectiv-geleitet” klassifiziert werden: Die Charakteristika des Gegenstandsbereichs sind für die neoklassische Modell- und Theoriebildung weniger entscheidend als die angelegte und im Voraus durch die Perspektive festgelegte Methode. Die mathematisch-formale Methode der Neoklassik beruht dabei auf der Generalthese, dass die wirtschaftliche Realität in ihren Wirkungszusammenhängen und Kausalitäten mithilfe von mathematischen Beschreibungen modelliert werden kann. Sie beruht auf den Annahmen, dass ökonomische Phänomene und Akteure nach erkennbaren Regularitäten reagieren und interagieren. Zudem wird angenommen, dass sich diese Akteure atomistisch verhalten, d.h. sie können kausal isoliert werden und sind somit nicht fundamental interdependent (vgl. Lawson 2013, 8). Die Arbeit mit Modellen besteht dabei aus zwei Schritten: Zuerst wird die logische Konsistenz des Modells deduktiv geprüft, im Anschluss daran wird das Modell an der empirischen Realität gemessen. In den letzten Jahren gewinnt eine pragmatische Sicht auf Modelle an Beliebtheit, bei der die empirische Adäquatheit das wichtigste Kriterium vor dogmatischer Kohärenz und mathematischer Ästhetik wird.

5. Methodologie

Wie bereits im vorherigen Abschnitt erläutert, bildet die Neoklassik mathematisch-formale Modelle, um ökonomische Zusammenhänge zu beschreiben. Letzteren werden dabei Regularitäten unterstellt, die in den Modellen formalisiert werden können. Häufig wird die Nutzung mathematischer Erklärungsansätze als Stärke gegenüber anderen Sozialwissenschaften angesehen, da die Generalisierung und Nachvollziehbarkeit der Erkenntnisse aus formalisierten Modellen zuverlässiger erscheint als bei verbalen Analysen. So wird argumentiert, dass mathematische Formulierungen im Gegensatz zu verbalen Argumenten eindeutig definiert sind und im Gegensatz zu den Werken der klassischen Ökonomik nicht beliebig interpretiert werden können (Rodrik 2015, 31). Die Neoklassik steht dabei vorwiegend in deduktiver Forschungstradition. Ausgehend von Axiomen werden Hypothesen durch theoretische Überlegungen abgeleitet. Jedoch bedeutet dies nicht, dass die Hypothesen nicht mit der Empirie rückgekoppelt werden. So ist es das Anliegen der Ökonometrie, Modelle weiterzuentwickeln und zu verfeinern, um eine empirische Adäquatheit zu gewährleisten.

Ein Kernkonzept ökonomischer Analysen stellt die mathematische Formulierung und Lösung von Optimierungsproblemen unter Nebenbedingungen mit Hilfe von Methoden der statischen und dynamischen Optimierung wie den Ansätzen von Lagrange, von Kuhn und Tucker oder von Hamilton dar. Klassischerweise kann damit die Nutzenmaximierung von Individuen, welche gleichzeitig Restriktionen unterliegen, modelliert werden. Auch Umweltökonom*innen bedienen sich dieser Herangehensweise, um beispielsweise die optimale Steuer auf Treibhausgasemission zu berechnen, indem Wirtschaftswachstum als Zielfunktion und Emissionsgrenzen als Nebenbedingung beschrieben wird (vgl. van der Ploeg/de Zeeuw 2014). Eine weitere Methode stellt die komparative und exogen-kausale Analyse von Veränderungen mit Hilfe der “ceteris-paribus-Bedingung” dar. Statt wirtschaftliche Entwicklung als endogenen Prozess in historischer Zeit zu begreifen, werden Modelle beschrieben und Kausalitäten von abhängigen Variablen untersucht, in dem andere Faktoren als konstant angenommen werden. Auch wenn einige Teilbereiche mittlerweile einen stärkeren Fokus auf dynamische Modellierungen legen (z.B. DSGE-Modelle), findet dieses Verfahren auch heute noch ihre Anwendung in der neoklassischen Lehre und Forschung.

6. Ideologie und politische Ziele

Ethische Fragestellungen sind dem neoklassischen Verständnis nach nicht Gegenstand der grundlegenden ökonomischen Analyse, sondern kommen erst bei explizit normativer Betrachtung ins Spiel. Nach Quaas und Quaas (2010) stellt die Mehrung des Wohlstandes das primäre Ziel der Mainstreamökonomik dar. Dieses Selbstverständnis begründet die neoklassisch-makroökonomische Fokussierung auf Wirtschaftswachstum als Zielvariable. Sowohl das Instrumentarium der Kategorien, Begriffe und Zusammenhänge als auch die Heuristiken werden dabei als wertneutral dargeboten. Die meisten Neoklassiker*innen stellen die Unterscheidung von Tatsachen gegenüber Normen auf, wobei letztere nur in explizit normativen Teilbereichen der Neoklassik wie Wohlfahrtsökonomik oder Wirtschaftspolitik eine Rolle spielen, in denen die Neoklassik auch verbindliche, normative Entscheidungen treffen möchte. Aus diesem Verständnis heraus argumentieren die Autoren eines führenden Lehrbuches wie folgt: "Bei der Behandlung ökonomischer Fragen müssen wir sorgfältig zwischen Fakten und Wertvorstellungen unterscheiden. Die positive Ökonomik beschreibt die Fakten einer Wirtschaft, während sich die normative Ökonomik mit Werturteilen befasst" (Samuelson und Nordhaus 2010, S. 28). Die sich so verstehende positive Ökonomik identifiziert sich oft mit der vereinfachten Forderung Max Webers, Werturteile aus wissenschaftlichen Analysen zu verbannen.

Allerdings fußt auch die Neoklassik in ihren Grundannahmen auf einem normativen Fundament, welches sich aus der grundsätzlichen Problemstellung, d.h. der effizienten Allokation knapper Ressourcen, ableitet. So nimmt sie an, dass es das Ziel der Menschen ist, ihren Nutzen zu maximieren, welches wiederum mathematisch modelliert werden kann. Da ausschließlich die Individuen ihre Präferenzen kennen, stellt der Markt dabei das beste Instrument dar, um diese zu befriedigen. Ein Eingreifen des Staates wird nur in Fällen von Marktversagen als wirtschaftlich sinnvoll erachtet und der vollkommene Markt als theoretischer Normalfall und vollständige Konkurrenz als Idealzustand angenommen. Ideologisch erkennt die Neoklassik nur die negative Freiheit, also die Freiheit von Zwängen (wie Staatseingriffe) an und sieht diese am besten in einem Marktsystem verwirklicht. Diese Kategorisierung und Begrifflichkeit impliziert eine gewisse “Marktgläubigkeit”, weshalb neoklassische Ökonom*innen oft mit einem wirtschaftsliberalen Weltbild in Verbindung gebracht werden. Dies verdeutlicht beispielsweise die Herangehensweise der Umweltökonomik, Umweltschäden als externe Effekte zu klassifizieren, welche als Marktware verknappt und handelbar gemacht werden müssen. Kritiker*innen, wie Thielemann (2003), werfen der Neoklassik daher eine Verdinglichung der Untersuchungsgegenstände vor. Auch sei sie dabei parteilich für spezifische Zwecke, beispielsweise die Legitimierung des unbedingten Vorteilsstrebens als einziges Ziel unternehmerischen Handelns oder die Anwendung der Verhaltensökonomik als Mittel der Gewinnmaximierung.

7. Aktuelle Debatten und Analysen

Im Allgemeinen können die dynamischen, neokeynesianischen  DSGE-Modelle als aktueller Standard bei makroökonomischen Analysen zu Wirtschaftswachstum und Konjunkturzyklen angesehen werden (vgl. Heer/ Maussner 2005). Darauf aufbauend hat sich die markoökonomische Forschung insbesondere seit der Finanzkrise in Teilen gewandelt. Hervorzuheben ist dabei die Integration von Finanzmärkten im Zuge der Subdisziplin “Macrofinance” (vgl. Brunnermeier/Sanikov 2013).  An den Rändern der Neoklassik formieren sich mit der Komplexitätsökonomik und der Verhaltensökonomik außerdem neue Theoriestränge, die traditionelle Annahmen der Neoklassik wie die Rationalität der Agenten, vollständige Information oder die Isoliertheit der Akteure aufweichen und variieren. Während auf der einen Seite die Mathematisierung in den letzten Jahrzehnten trotz vielseitiger Kritik stark zugenommen hat, wurden einige Kritikpunkte aufgegriffen, so dass “die Neoklassik an ihren Rändern zu bröckeln beginnt” (Quaas 2014, S. 14). Insbesondere in der Makroökonomik gibt es eine Reihe unkonventioneller Forschungsvorhaben, die sich jedoch meistens dem neoklassischen Standard zurechnen lassen. Das grundlegenden System von Axiomen, der Begriffsapparat und die Kategorien, mithin die paradigmatische Grundlage, bleibt von den neueren Veränderungen weitgehend unberührt.

Generelle Trends sind die schon erwähnte stärkere Fokussierung auf empirische Adäquatheit und die damit zunehmende Bedeutung der Ökonometrie. Gleichzeitig lässt sich auch eine vermehrte Beschäftigung mit Gegenstandsbereichen beobachten, welche im engeren Sinne außerhalb der Ökonomie liegen. Der Ansatz, das ökonomische Prinzip zur Analyse und Erklärung von Phänomenen außerhalb des wirtschaftswissenschaftlichen Untersuchungsbereichs anzuwenden, wird gemeinhin als ökonomischer Imperialismus bezeichnet (vgl. Milonakis/Fine 2009).

8. Abgrenzung: Tochtertheorien

Eine Vielzahl von Theorien ist mit der Neoklassik verwandt. Dabei muss unterschieden werden zwischen solchen Theoriesträngen, die die Methodik der Neoklassik auf neue Gegenstandsbereiche anwenden (Umweltökonomik, Gesundheitsökonomik) und solchen, die die neoklassischen Methoden weiterentwickeln (Verhaltensökonomik, Informationsökonomik).  Hier soll ein Überblick über die wichtigsten Tochtertheorien gegeben werden:

Die Umwelt- und Ressourcenökonomik befasst sich aus ökonomischer Perspektive mit Problemen und Lösungsstrategien im Bereich Umwelt und nachhaltiger Entwicklung. In Abgrenzung zur heterodoxen ökologischen Ökonomik werden Umweltprobleme hauptsächlich als fehlerhafte Ressourcenallokation aufgrund externer Effekte angesehen. Lösungsstrategien verfolgen deshalb das Ziel, die Umwelt durch die Bepreisung von Umweltbelastungen in den Markt zu integrieren sowie Anreize zu schaffen, die den Ressourcenverbrauch in der Produktion reduzieren (vgl. van der Ploeg/Withagen 2013; van der Ploeg/de Zeeuw 2014). Dabei sind Vertreter*innen der Umweltökonomik der Meinung, dass dauerhaftes und nachhaltiges Wirtschaftswachstum ("Green Growth") nicht nur theoretisch möglich, sondern auch Ziel der umweltökonomischen Forschung sein sollte, um sowohl langfristige Investitionen in nachhaltigen Wohlstand als auch kurzfristige Armutsbekämpfung durch Wirtschaftswachstum gewährleisten zu können (Smulders et al. 2014). Dieses kann durch relative bzw. absolute Entkopplung von Ressourcenverbrauch bzw. Umweltschäden und Wirtschaftswachstum realisiert werden. Die wichtigen Voraussetzungen für diesen Ansatz stellen (1) die Substituierbarkeit natürlicher Ressourcen mit menschlichem Kapital, (2) die Lösung des Problems der abnehmenden Grenzerträge, sowie ein dadurch erforderlicher (3) technischer Wandel dar (Smulders 2000, Bowen/Hepburn 2012).

Die Spieltheorie umfasst eine Reihe von Analysen und Konzepten, die strategische Interaktionen von mehreren Akteuren in interdependenten Situationen (d.h. mindestens ein Akteur ist abhängig von den Handlungen des/der anderen) modelliert. Spieltheoretische Ansätze werden in vielen Sozialwissenschaften verwendet und wurden zuerst von John von Neumann entwickelt (1928, von Neumann und Morgenstern 1944). In einem Spiel werden den Spieler*innen je nach Strategie und Spiel bestimmte Auszahlungen (payoffs) zugeteilt und die Analyse arbeitet sich dann von den payoffs zurück zum Ausgangspunkt. In manchen Spielen (z.B. im Gefangenendilemma) gibt es eine dominante Strategie, die von rationalen Akteuren immer gewählt wird. Das führt zu einem sog. Nash Gleichgewicht, welches jedoch nicht das objektiv beste Resultat sein muss. Es wird oft zwischen Nullsummenspielen (zero sum games), bei denen der Gewinn eines Akteurs gleich dem Verlust eines Anderen ist, und Nicht-Nullsummenspielen (non-zero sum games), mit einer Auszahlungssumme, die nicht gleich null ist, unterschieden.

In der Ökonomik kann Spieltheorie auf die Interaktionen zwischen Unternehmen (z.B. in einem oligopolistischen Markt), sowie auch auf die Probleme bei kollektiven Gütern (z.B. bei der Übernutzung von Ressourcen) angewendet werden.

In der Verhaltensökonomik wurden außerdem die Theorien von rational handelnden und nutzenmaximierenden Akteuren mit Hilfe von Spielen (dictator game, ultimatum game, trust game) überprüft und in Zweifel gezogen (Weber und Dawes 2010, S. 94-95).

Die Informationsökonomik beschäftigt sich mit der Rolle von Wissen und Informationen in ökonomischen Zusammenhängen und problematisiert dadurch die Annahme der vollständigen Information. In der Informationsökonomik werden diese Informationen stattdessen oft als asymmetrisch verteilt und als teuer zu erwerben bzw. erhalten dargestellt. Durch die Asymmetrie von Informationen können Ineffizienzen entstehen. Diese kennzeichnen sich z.B. dadurch, dass Märkte schrumpfen und höherwertige Produkte, die mit für die Konsumenten nicht identifizierbaren schlechteren Produkten konkurrieren, vom Markt vertrieben werden (vgl. Akerlof 1995).

Weitere Fragen und Analysen, die sich im Feld der Informationsökonomik befinden, sind die Risiko-Aversion von Banken in Krisenzeiten, Reputationseffekte, die Funktion von Mittelsmänner und Maklern, sowie die Rolle von Signalen und Werbung (vgl. Stiglitz http://www.econlib.org/library/Enc/Information.html)

Die Neue Institutionenökonomik (NIE) beschäftigt sich vor allem mit der Frage von Transaktionskosten und den institutionellen Strukturen, die Akteure aufbauen, um diese zu regeln und zu vermindern. Auch wenn die NIE ebenfalls von nutzenmaximierenden, individuellen Akteuren ausgeht, die durch den Aufbau von Institutionen Unsicherheit und Transaktionskosten ordnen und reduzieren, resultiert aus diesen Annahmen nicht zwingend eine optimale Allokation von Ressourcen. Stattdessen sind auch suboptimale institutionelle Strukturen möglich. Diese können aus historischen Verläufen resultieren und im Interesse einer machtvollen Gruppe sein, die dadurch höhere Einkünfte erzielt (vgl. North 1990). Durch ihren Fokus auf individuelle Akteure und Nutzenmaximierung grenzt sich die NIE von der “Originalen Institutionenökonomik” (OIE) ab, auch wenn die Inkorporierung von kulturellen und sozialen Gesichtspunkten in die Analysen der NIE diese Differenzierung unter Umständen nicht mehr so stark erscheinen lässt (Khalil,  259-261).

Die Verhaltensökonomik greift die Kritik am Homo Oeconomicus auf und versucht Wirtschaft als Interaktion von Individuen zu konzipieren, welche als begrenzt rationale Agenten verstanden werden. Der Forschungsfokus liegt somit auf der Frage, welche Entscheidungen Wirtschaftssubjekte treffen und welche Entscheidungsmotivation zu diesem Handeln führt. Vor allem in der Kapitalmarkttheorie werden zur Zeit Modelle und Parameter aus der Verhaltensökonomie verwendet (Behavioral finance) [hier Verweis auf Verhaltensökonomik-Perspektivseite].

9. Die Neoklassik in Abgrenzung zur Klassik

Die neoklassische Theorie kann als Paradigma bezeichnet werden, da sie „eine in sich (mehr oder weniger) geschlossene, umfassende Perspektive der Forschung und der Interpretation ökonomischer Zusammenhänge“ darstellt (Heine/Herr 2013, S.5). Damit kann sie als eine Sichtweise der Ökonomik verstanden werden, welche sich insbesondere aus der Klassik als heutiger Mainstream etablieren konnte. Auch wenn einige Grundannahmen und Ideen übernommen und teilweise modifiziert wurden, kann die heutige Neoklassik nur partiell als eine Neuauflage der ökonomischen Klassik gesehen werden, weshalb der Begriff irreführend sein kann. Die Unterschiede der beiden Paradigmen der Nationalökonomie beginnt schon in der Definition dessen, was unter Wirtschaften verstanden werden sollte. Während die Neoklassik die Aufgabe der Ökonomik in der Allokation knapper Ressourcen sieht, steht in der Klassik die Überlebenssicherung und damit insbesondere die Arbeit und die Reproduktion im Mittelpunkt. Auch die marginalistische Herangehensweise in der Wachstums- und Verteilungstheorie der Neoklassik und dem damit verbundenen Kapitalverständnis grenzt sich deutlich vom surplustheoretischen Ansatz der Klassik ab, wie er beispielsweise von Smith, Ricardo und später auch von Marx vertreten wurde. Nach diesen ist im Akkumulationsprozess der Mehrwert der Produktion allein der Arbeit zuzuschreiben, welche wiederum den Wert der Güter bestimmt (siehe Arbeitswerttheorie). Auch das Konzept des natürlichen Preises, welcher von den Produktionskosten bestimmt wird und vom angebots- und nachfrageabhängigen Marktpreis zu differenzieren ist, wurde beispielsweise nicht in der neoklassischen Theorie übernommen.

10. Institutionen

Begründer*innen der Neoklassik:

Alfred Marshall, William Stanley Jevons, Léon Walras, Carl Menger

Journals:

American Economic Review, Econometrica, Quarterly Journal of Economics, Journal of Finance, Journal of Financial Economics, Journal of Monetary Economics, Journal of Political Economy

Vereinigungen und Organisationen

Verein für Sozialpolitik (deutschsprachiger Raum), American Economic Association (international)

 

Literatur

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Van der Ploeg, Frederick/ Withagen, Cees (2013): Growth, renewables and the optimal carbon tax, in: International Economic Rewiev 55(1), S. 283–311.

Van der Ploeg, Frederick/ de Zeeuw, Aart 2014: Climate Tipping and Economic Growth. Precautionary Saving and the Social Cost of Carbon, CEPR Discussion Papers, 9982.

Weber, Roberto, and Robyn Dawes 2010: ‘Behavioral Economics.’ In Richard Swedberg and Neil J. Smelser The Handbook of Economic Sociology.

Zugewiesene Kursmodule

Titel Anbieter Start Schwierigkeit
The Power of Microeconomics: Economic Principles in the Real World University of California, Irvine 2017-08-14 mittel
Introduction to Economics - Part 1: Microeconomics Seoul National University flexibel leicht
AP® Macroeconomics Davidson Next flexibel leicht
Macroeconomic Principles Arizona State University 2017-08-14 leicht
Microeconomics Massachusetts Institute of Technology 2017-09-26 mittel
Foundations of Development Policy: Advanced Development Economics Massachusetts Institute of Technology 2017-09-26 mittel
Macroeconometric Forecasting International Monetary Fund 2017-02-08 mittel
Econometrics: Methods and Applications Erasmus University Rotterdam 2017-08-07 mittel
The Challenges of Global Poverty Massachusetts Institute of Technology 2017-09-26 leicht
Economics from a pluralist perspective Erasmus University Rotterdam 2017-10-09 leicht

Organisationen und Links

Literatur

Ökonomie der internationalen Entwicklung. Eine kritische Einführung in die Volkswirtschaftslehre
Jäger, Johannes; Springler, Elisabeth
Publikationsjahr: 2012
Mandelbaum

Makroökonomik: Mit vielen Fallstudien
Mankiw, Gregory N.
Publikationsjahr: 2011
Schäffer Poeschel

Grundzüge der Mikroökonomik
Varian, Hal R.
Publikationsjahr: 2011
Walter de Gruyter