Wie krank ist unser Wirtschaftssystem? Krisen als Krankheiten im ökonomischen Diskurs

Wie krank ist unser Wirtschaftssystem? Krisen als Krankheiten im ökonomischen Diskurs
Stephan Pühringer und Judith Egger
Institute für Ökonomie und Philosophie Cusanus Hochschule, 2016
Level: mittel
Perspektive: Diverse
Thema: Krise
Format: Working paper/Zeitschriftenartikel
Link: https://www.econstor.eu/handle/10419/196156/

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Wie krank ist unser Wirtschaftssystem?

Krisen als Krankheiten im ökonomischen Diskurs

Stephan Pühringer und Judith Egger | 2016


 

Abstract: Dieser Beitrag zeigt auf Basis einer Diskurs- und Metaphernanalyse des öffentlichen Diskurses von ÖkonomInnen zur Finanzkrise, dass hier Krankheitsmetaphern eine zentrale Bedeutung zukommen. Die Metapher der Krankheit impliziert die Vorstellung eines gesunden Normalzustandes der Wirtschaft, der als erstrebenswert bzw. wiederherstellenswürdig erscheint. Die Suggestion, dass die Krise von außen verursacht (eine “Infektion”) sei, ist eine spezifische Interpretation der Krise, die grundsätzlichen Zweifel am bestehenden (Finanz-)Kapitalismus kategorisch ausschließt. Krankheitsmetaphern können vielmehr als implizite politische Forderung interpretiert werden, wirksame Korrekturmaßnahmen zu suchen, um diese Störungen oder Infektionen rasch los zu werden bzw. heilen zu können, um dann schnell wieder zum "Normalzustand" funktionierender Marktmechanismen zurückkehren zu können.

Key words: Metaphernanalyse; ÖkonomInnendiskurs; Krisen als Krankheiten; Finanzkrise

Source: Working Paper Series, Institute für Ökonomie & Philosophie, Cusanus Hochschule für Gesellschaftsgestaltung

 

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Schlagwörter: crisis | financial crisis

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