In dem Vortrag „Über die Notwendigkeit von Staatsschulden“ entwickelt Prof. Dr. Carl Christian von Weizsäcker eine akademisch fundierte Begründung dafür, dass öffentliche Verschuldung keineswegs per se problematisch ist, sondern ein zentrales Instrument zur Stabilisierung wirtschaftlicher und sozialer Rahmenbedingungen darstellt. Er argumentiert vor allem entlang eines „Spardreiecks“: Weil Menschen über längere Rentenphasen verfügen, steigt ihr Vermögensbedarf – ein Drittel ihres Arbeitseinkommens muss als Vorsorge zurückgelegt werden. Staatsschulden fungieren dabei als gesellschaftliche Antwort auf den individuellen Vermögenswunsch und ermöglichen, dass in eine langlebige Zukunft investiert werden kann, ohne dass Privathaushalte übermäßig belastet werden. Ohne solche staatliche Finanzierung bliebe die notwendige Investitions- und Vorsorgefunktion ungewährleistet.
Gehe zu: Über die Notwendigkeit von Staatsschulden