Mythos Markt. Mythos Neoklassik – Das Elend des Marktfundamentalismus

Walter Ötsch
Level: mittel
Verlag: Metropolis Verlag
Perspektive: Institutionenökonomik, Diverse
Thema: Kapitalismuskritik, Mikroökonomie & Märkte
Seitenzahl: 640 Seiten

Klappentext

Viele Bereiche der Gesellschaft, die früher eigenen Regeln gefolgt sind, haben sich einer wirtschaftlichen Effizienzlogik unterworfen. Die Ökonomik hat damit den Status einer gesellschaftlichen Leitwissenschaft errungen. Das vorliegende Buch beschreibt und kritisiert die Transformation der Ökonomik in eine Wissenschaft von „dem Markt“ (in der Einzahl). Dieses Konzept wird u.a. (a) wie eine Person gedeutet (z.B. in Redewendungen wie „Der Markt bestraft die Politik“), (b) mit „Kräften“ ausgestattet („Wir können den Selbstheilungskräften des Marktes vertrauen“) und (c) mechanistisch gedacht (das Reden von den „Marktmechanismen“). Theorien, die einen solchen Marktbegriff verwenden, werden als „marktfundamental“ bezeichnet.

Zusammenfassung

Im Buch wird

  1. die Entstehungszeit des Marktfundamentalismus und des darin entfalteten Konzeptes von „dem Markt“ geschildert: Wer dieses Konzept erfunden hat, welches Denkkollektiv damit entstanden ist, welche Aspekte „den Markt“ ausmachen und was mit diesem Begriff intendiert war;
  2. das wichtigste Modell, in dem dieser Ansatz heute breitenwirksam vermittelt wird umfangreich kritisiert: Es ist dies der Angebots-Nachfrage-Ansatz, wie er in den einführenden Lehrbüchern der neoklassischen Mikroökonomie unterrichtet wird;
  3. wichtige Folgen aus dem Denken „des Marktes“ diskutiert: welche praktischen Auswirkungen „der Markt“ für die Wirtschaftspolitik, für die Politik und die Gesellschaft insgesamt ausübt und welche Gefahren vom Bild „des Marktes“ ausgehen.

Das Argument wird auf drei Ebenen entwickelt:

  1. Historisch: die Entstehung des Ansatzes, die Kontexte und Hintergründe dabei und einige geschichtlichen Folgewirkungen.
  2. Theoretisch: was die Theorien, die das Konzept „des Marktes“ verwenden, auszeichnet, insbesondere die Gemeinsamkeiten und Unterschiede zum Standardmodell der Neoklassik, das in den führenden Lehrbüchern zu finden ist.
  3. Diskursanalytisch: wie „der Markt“ von Medien und in der Politik verwendet wird und welche Folgen daraus resultieren.

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